Unser Weg ins perfekte Zuhause

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Im Jahr 2005 sind wir in unser erstes Haus nach MeDmann‐Metzkausen gezogen. Wir haben uns damals für eine schöne Neubau‐Doppelhaushälfte entschieden. Zunächst zu zweit und später mit zwei kleinen Kindern war unser Haus in einem Neubaugebiet mit vielen weiteren jungen Familien und auf einer Anliegerstraße gelegen, mit Spielplatz hinter dem Garten perfekt. Aber nach und nach stellte sich das Gefühl ein, mittlerweile aus diesem Umfeld herausgewachsen zu sein, begleitet von dem Wunsch nach mehr umliegendem Platz und nach einem größeren Garten. Mein Mann hatte sogar ursprünglich den Plan, ein Haus oder Resthof in der Eifel zu kaufen. Davon konnte ich ihn gerade noch abhalten. Bedingung war aber die Suche nach einer geeigneten Immobilie in Mettmann. Wegen des Wunsches nach einem großen Grundstück war klar, dass es ein altes Haus sein muss, das wir nach unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen umbauen können. Da unser Traum schon immer ein Bungalow war ‐ weg von den vielen Etagen sowie Treppen und hin zum Leben auf einer Ebene ‐ haben wir die Suche explizit danach ausgerichtet. Wir wussten, wenn wir jetzt noch einmal umziehen und es uns nach unseren Wünschen herrichten, möchten wir dort auch möglichst bis ins hohe Alter bleiben können.

Ein Bungalow mit viel Potenzial

Wir entdeckten unser Haus im Internet und erkannten sofort das große Potenzial, das in ihm steckte. Es war komplett zugewachsen und man brauchte viel Fantasie, um sich eine Verwandlung zu einem modernen Bungalow vorstellen zu können. Aber es erfüllte alle Kriterien und es war klar: Das ist unser neues Heim! Dafür lohnt es sich, alles was uns nun bevorstehen würde, auf sich zu nehmen.

Der Flachdach‐Bungalow ist Baujahr 1968 mit einer Grundfläche von 125 qm und einem vorhandenen Wohnraum im Souterrain von ca. 20 qm. Insgesamt bietet das Haus 250 qm Wohn‐/Nutzfläche. Die Lage ist genau das, was wir gesucht haben: Ruhig, aber trotzdem nicht abgeschieden und angrenzend an ein Naturschutzgebiet in Endlage einer kleinen Straße. Das Grundstück ist 1.450 qm groß und bietet die Möglichkeit, neben dem Haus eine große Garage anzubauen.

In der Planungsphase alle Bedürfnisse berücksichtigen

Unsere wichtigste Voraussetzung für die Planung des Umbaus war, neben einem möglichen Leben auf einer Ebene, für alle genügend Platz und Komfort zu schaffen. Während dieser Phase hatten wir nochmal Zuwachs durch einen kleinen Hund bekommen, der die Familie nun komplettiert.

Ein absolutes Pflichtprogramm war es für unsere zwei Kinder im Teenageralter ausreichend Rückzugsraum zu schaffen. Dazu zählte vor allem auch das eigene Bad. Somit wurde für die Kinder das Untergeschoss, neben den Nutz‐ und Technikräumen als Souterrain ausgebaut. Es sind drei große Zimmer mit einem eigenen Bad entstanden. Großzügige Ausschachtungen und neue Fenster bieten viel Tageslicht. Das dritte Zimmer ist ein Kinderwohnzimmer geworden, das von uns seit je her „Teenie Lounge“ genannt wird. Wenn man die Kinder fragt, was Sie am meisten am neuen Haus lieben, so ist es ihr eigenes Reich im Untergeschoss.

Da wir selbständig sind und viel im Homeoffice arbeiten, musste auch ein Büro mit zwei Arbeitsplätzen in die obere Wohnebene integriert werden. In der Corona Zeit mit 100 % Homeoffice sind wir dafür jetzt besonders dankbar.

Neuste Technik war ein Muss

Ein Wunsch von uns war es, das Haus möglichst mit der neuesten Technik auszustatten, im Idealfall sogar autark zu sein, was Energie‐ und Wärmeversorgung angeht. Heute haben wir eine umfassende KNX‐Lösung mit vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten für Licht, Heizung und Jalousien/ Rollläden verbaut. Die alte Ölheizung haben wir durch eine moderne und nachhaltige Luft‐Wärme‐Pumpe ersetzt. Die Umsetzung der Photovoltaik‐ anlage, mit der der komplette Stromverbrauch des Hauses gedeckt werden soll, ist nun für das Frühjahr geplant. Damit erzeugen wir genügend Energie, so dass wir neben dem Brauchstrom auch die Wärmepumpe mit Strom versorgen können und nur minimal Strom zukaufen müssen. Wir brauchen keinen Kamin, da wir keine fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl verbrauchen.

Mit einem starken Team im Rücken

Für die Planung des Umbaus haben wir selbst mit Bleistift auf den alten Grundrissen gezeichnet. Wir wussten von Anfang an, was wir haben möchten und es zu Papier gebracht. Wir brauchten aber für das Enfernen von tragenden Wänden und den Bau einer Doppelgarage, die mit einer Tür zum Haus verbunden sein soll, einen Architekten und einen Statiker. Diese haben unsere skizzierten Ideen und Wünsche in Baupläne und Statikberechnungen verwandelt.

Nur die beiden Kellerräume, die wir heute als Vorratsräume nutzen, sind an ihrem Platz und in ihrer Nutzung geblieben. Alle anderen Räume wurden vom Grundriss oder ihrer Funktion verändert. Es gab daher einen Zeitpunkt, an dem das Haus ‐ bis auf die tragenden Wände und die Rohbetondecke ‐ komplett entkernt war. Es war ein schlimmer Anblick. Aber mit dem Ziel vor Augen und der Vorfreude auf unser Traumhaus, ist die Zeit rückblickend betrachtet, wie im Fluge vergangen.

Das Gute war, dass wir Handwerker hatten, auf die wir uns verlassen konnten. Sie haben stets Wege und Lösungen gefunden, auch wenn es mal nicht glatt lief. In der Bauphase haben wir uns täglich auf der Baustelle getroffen und den Fortschritt beobachtet und besprochen. Alle Gewerke haben gut miteinander funktioniert, auch wenn das für den Laien nicht immer so offensichtlich war.

Rückschläge verkraften

Die größte Aufgabe, die wir aber alle unterschätzt haben, war die Ausschachtung der Souterrains auf der Hausvorderseite. Das hat nicht nur viel Zeit in Anspruch genommen, sondern auch viele Nerven bei allen Beteiligten gekostet. Doch wenn wir heute einen Tiefpunkt benennen müssten, dann ist es der, als uns der Ringanker vom Flachdach weggebrochen ist und klar wurde, dass das Dach komplett neu gedeckt werden muss. Zu dem Zeitpunkt war ‐ bis auf die tragenden Wände ‐ nicht mehr viel vom Haus übrig. Wir mussten auch die Außenwände, in denen Fenster waren, komplett neu erstellen. Das Haus hatte zuvor weder Mauer noch Dämmung rund um die Fenster. Gleichzeitig hat es dauerhaft geregnet und Wasser und Matsch liefen von allen Seiten in den Keller.

Überaus glücklich mit dem Ergebnis

Heute sind wir froh, dass wir alles neu gestaltet haben und dass uns hier keine bösen Überraschungen mehr in den nächsten Jahren erwarten. Wir sind sehr glücklich mit unserer neuen Lebensumgebung. Der Wohn‐Essbereich ist offen und großzügig, die riesigen Schiebetüren offenbaren einen wunderbaren Blick in den Garten. Wir haben alles, was wir brauchen auf einer Ebene: Schlafzimmer mit Zugang zum Bad, Büro und sogar die Waschküche ist in der Garage barrierefrei zugänglich.

In unserem letzten Urlaub in Florida hatten wir ein Ferienhaus, das ähnlich aufgebaut war und haben das Leben mit Zugang zum Haus aus der Doppelgarage kennen und lieben gelernt. Mit unserem Hund ist das jetzt besonders praktisch, und mein Mann weiß als Autoliebhaber den Platz besonders zu schätzen.

Wir alle freuen uns über unsere große Küche mit Kochinsel und dem großen Fenster. Es ergibt sich oft, dass wir in der Küche um die Kochinsel versammelt eine Kleinigkeit essen oder etwas besprechen. Insgesamt haben wir für uns alle die perfekte Wohnsituation gefunden.

Letzte Arbeiten

Jetzt fehlen noch die Außenanlagen. Nach Fertigstellung der Umbauarbeiten, die fast zeitgleich mit dem ersten Corona Lockdown erfolgte, sind wir eingezogen. Zu dem Zeitpunkt war der Garten aber noch nicht fertig und Restarbeiten im Vorgarten fehlten. Diese Arbeiten haben wir uns nun selbst vorgenommen. Der Vorgarten ist mittlerweile fast fertig, hier geht es nun im Frühjahr weiter. Das Grundstück muss auf der Garagenseite teilweise neu eingefriedet werden, so dass wir als erstes mit einem Tor neben der Garage starten und dann den alten Zaun Stück für Stück ersetzen.

Doch als erstes werden wir noch die Randsteine ums Haus setzen, bevor endlich die Fassade verputzt und das Vordach monCert wird. Dann kann es bald an die Umsetzung der Terrasse gehen. Viel Arbeit bereitet auch noch der Hang im Garten. Um eine möglichst große Fläche direkt am Haus zur Verfügung zu haben, müssen wir eine Stützmauer zur Hangsicherung erstellen. Dessen Fertigstellung ist uns bisher wegen der Witterung noch nicht gelungen.

Für die Arbeiten im Außenbereich haben wir mittlerweile alle erdenklichen Gartengeräte angeschafft, wie zum Beispiel einen motorbetriebenen Dumper, eine Motorhacke, ein Rollsieb, einen motorbetriebenen Erdbohrer, eine Rüttelplatte bis hin zu einem eigenen kleinen Schreitbagger, ohne den wir gar nicht gewusst hätten, wie wir die durch Ausschachtung und Bau der Garage entstandenen Erdmassen hätten bewegen sollen.

Zum Schluss soll ein Pool den Garten ergänzen. Insgesamt haben wir noch so viele Möglichkeiten, die wir im Laufe der Zeit realisieren wollen, wie zum Beispiel eine Außensauna. Auch eine Feuerstelle wäre toll, sowie Obstbäume und Hochbeete mit Salat und Gemüse. Es gibt so vieles, was jetzt möglich ist. Natürlich geht nicht alles auf einmal und ganz fertig wird man wohl nie, aber das haben wir gewusst und es uns so ausgesucht.

Es ist ein langer Weg, und manchmal muss man mutig sein, um seine Träume zu erfüllen. Das war auch unser Mantra während der Umbauphase. Wenn ich mir heute die „vorher“ Bilder anschaue, frage ich mich immer wieder: Wie konnten wir uns das nur trauen? Aber es war genau das Richtige.

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